An diesem Sonntag hat die Jugendherberge Hellenthal das 100-jährige Bestehen der Verbandes gefeiert. Dazu wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Der Transparenz e.V. öffnete der Hochseilgarten und Eltern wie Kinder konnten sich der Herausforderung stellen in 4 bzw. 8 Metern Höhe gemeinsam oder alleine zu balancieren.
Anschließend lud der Transparenz e.V. alle Trainer die dafür kostenlos gearbeitet haben zu einem noblen Abendessen ins Restaurant im Schloß Schleiden ein. Leider hat Enrico, also ich, die Einladung nicht richtig gelesen und vergessen neben den Outdoor-Klamotten auch noch Sachen mitzunehmen die man bei einen solchen Besuch hätte brauchen können. Naja, was soll’s! Ich durfte trotzdem rein und das Essen war fantastisch.
Vom 20. bis zum 23. April habe ich in der Jugendherberge Hellenthal für den Transparenz e.V. ein erlebnispädagigisches Grundprogramm durchgeführt. Wie immer war es schön mit einer 6. Klasse die die Grundprinzipien des sozialen Verhaltens zu trainieren. Als Höhepunkt der Tage empfanden die Schüler das Abseilen von 12 Meter in einem alten Steinbruch. Für mich persönlich war das Highlight zu beobachten wie die Kinder innerhalb von nur 4 Tagen gelernt haben mehr Rücksicht aufeinander zuhalten. So dass sie am Ende gemeinsam versuchen konnten auf eine riesige Wippe aufzusteigen ohne dass diese links oder rechts den Boden berührte. Leider waren aber auch diesmal einige Kinder sehr beratungsresistent und so war die Gruppe leider nicht in der Lage komplett auf der Wippe zu stehen.
Ein relativ neues Programm ist das “Rette mich wer kann”. Wie Kurt Hahn, der Urvater der Erlebnispädagogik, schon erkannt ist die soziale Hilfe ein wichtiges Mittel um den Menschen das Zusammenleben zu erleichtern.
In diesem Programm hatte die Gelegenheit einer 5 Klasse aus Bonn mal zu zeigen wie man sich richtig in einer Unfallsituation verhält. Und damit meine ich nicht nur wie man Druckverbände anlegt oder eine stabile Seitenlage macht. Diese Ausbildung bekommt man beim Deutschen Roten Kreuz oder ähnlichen Einrichtungen schon zu genüge.
In unserem Programm geht es viel mehr um das ganze Drumherum. Dass heißt wir reden und üben nicht nur im Klassenraum mit den Teilnehmern den Ablauf von Rettungsmaßnahmen, sondern wir gehen mit ihnen in die Natur – dort wo sie am ehesten mit solchen Situationen konfrontiert werden.
Am Montag und Dienstag hatte ich ein erlebnispädagogisches Kurzprogramm mit einer Hauptschule. Es war ihre Abschlussfahrt.
Leider geht der Trend von erlebnispädagogische Programme immer mehr zu solchen Kurzprogrammen. Dabei weiß jeder Lehrer, jeder Jugendliche und alle Eltern, dass innerhalb von 48 Stunden keine dauerhaften Änderungen stattfinden können. Trotzdem müssen immer mehr Jugendherbergen solche verkürzten Programme anbieten – da die Buchungen immer mehr zurück gehen.
Viel Eltern können sich solche Klassenfahrten mit Programmangeboten nicht leisten. Dabei kostete dieses von Transparenz e.V. durchgeführte Programm inklusiven Aufenthalt und Vollverpflegung in der Jugendherberge gerade mal 75,50 €.
Am Mittwoch und am Donnerstag habe ich als Hochseilgarten-Trainer im Auftrag vom Transparenz e.V. gearbeitet. Die Wetterlage war zwar nicht wirklich passend und viele Kinder haben gegen Nachmittag gefroren – trotzdem behaupteten sie das es viel Spaß gemacht hat ihr eigenen Ängste zu überwinden und Vertrauen in die Klassenkameraden zu bekommen, die sie sicherten.
Nun ist es so weit, der erste Eintrag meines 2. Standbeins kommt. Es war das Programm einer 6. Klasse einer Hauptschule und es war eine gute Woche. Die Klasse machte ihre Klassenfahrt zu uns und ich versuchte mit ein paar Übungen den Kids klar zu machen das es besser ist miteinander statt gegeneinander zu arbeiten und dabei auch noch Spaß zu haben.