In den vergangen 4 Tagen begleitete ich eine 8. Klasse einer Realschule. Es war eine schwierige Woche, denn erstens hatten die Schüler vergessen das sie ein Programm hatten und sich darauf gefreut zu-“chillen”. Und zweitens waren sie alle in der Pubertät und sowieso gegen alles was man ihnen sagte.
Naja ganz so schlimm war es auch wieder nicht. Nur ein paar von denen waren absolut Beratungsresistenz und fanden vieles total kindisch und langweilig. Viele von den anderen begriffen sehr schnell das, wenn sie sich auf die Aktionen einlassen, sie recht viel Spaß haben können.
Nur bei den Reflexionen kam ich nie so weit wie ich es gern hätte. Da fehlte es vielen an dem nötigen Durchhaltevermögen.
Trotz dem anstrengenden Programablauf und immer wieder Motivieren bin ich froh genau diese Klasse gehabt zu haben. Denn am Ende hatten doch viele Begriffe was es bedeutet sich gegenseitig zu Helfen und Herausforderungen gemeinsam zu schaffen.
Diese Woche hatte ich wieder eine Realschule Plus. Sie waren das erste Mal bei uns in der Jugendherberge Hellenthal zu Gast um ein Erlebnispädagogisches Programm zu machen. Da die Kinder sowohl Hauptschul- als auch Realschule-Niveau haben, war es manchmal schwierig die passenden Spiel und Aktionen zu finden um es für alle spannend und herausfordernd aber nicht überfordernd zu machen.
Viele fanden den Tag im Hochseilgarten als den schönsten Tag auf der Klassenfahrt. Auch fand das die Kinder an diesen Tag sehr große Herausforderungen angenommen haben und zum Teil sogar über ihre persönlichen Grenzen hinaus gegangen sind. Sehr beeindruckend so etwas.
Andere meinten das die gemachte Nachtaktion, wo sie in 3er-Teams ein Teilstück im Wald alleine gehen sollten, das Aufregendste war.
Leider war unser Start am Montag nicht besonders gelungen, denn die Gruppe konnte erst eine halbe Stunde später beginnen. Da ich aber, wegen einem Team-Training eines Versicherungesgesellschaft schon 16:30 Uhr das Programm beenden musste, fehlte mir somit eine ganze Stunde um die Kinder kennenzulernen.
Letzte Woche hatte seit langem (über einem Monat) wieder einmal ein Erlebnispädagogisches Grundprogramm. Diesmal war es eine Realschule. Die Schule legt schon im Schulbetrieb viel Wert auf sozialem Umgang miteinander und das habe ich auch zu Beginn der Woche gemerkt. Die Kinder hatte einen sehr freundlichen Umgangston und es gab fast keine Berührungsängste und Ausgrenzungen beim Bilden von Kleingruppen.
Trotzdem gibt es immer ein paar Kleinigkeiten die man verbessern kann. Zum Beispiel fiel es der Klasse schwer sich gegenseitig zuzuhören. Sie hatten noch nicht gelernt ihren Impuls direkt antworten zu müssen zu unterdrückt, sich zu melden und zu warten bis sie dran sind.
Meistens hatten die lauten Kinder immer eine gute Idee und diese wurde dann bis alles klappte von wiederum den lauten verbessert. Die leiseren Kinder wurden dabei oft überhört bzw. ergaben sich ihrem Schicksal und machten einfach nur mit.
Erst gegen Ende der Woche begriffen viele von ihnen das es stressfreier – weil leiser – und produktiver – weil alle mithelfen – ist wenn man sich zuhört und alle fragt was sie für Ideen haben bzw. was sie von den vorgeschlagenen Ideen halten.
Wieder einmal ein Kurzprogramm. Aber bei diesem haben die Schüler am 2. Tag einen großen Schritt nach vorn gemacht. Viele von ihnen begriffen, dass die Zusammenarbeit produktiver und stressfreier ist als egoistisch sein eigenes Ding zu machen. Klasse diese Klasse!
Nach längerer Seminarpause hatte ich nun endlich wieder einmal ein Erlebnispädagogisches Programm in der Jugendherberge Hellenthal für den Transparenz e.V. Es war eine 6. Klasse einer Realschule.
Nach der üblichen Begrüßung am Montag Mittag begannen wir direkt mit einer Gruppenaufgabe zur Förderung der Interaktivität. Leider machte uns der Regen aber einen Strich durch die Rechnung und wir mussten abbrechen.
Am Dienstag starteten wir wieder gut gelaunt mit Vertrauens- und Wahrnehmungsübungen. Nach dem Vertauensfall, überraschenderweise trauten sich viele von denen, wagte ich nochmals einen Versuch einer Kooperations- bzw. Interaktionsaufgabe. Doch leider platzte wieder einmal das Wetter mit heftigen Regen in unsere Aufgabe hinein. Schade eigentlich, denn die Gruppe war auf einen sehr guten Weg es zu schaffen.
Am Mittwoch war dann der große Hochseilgarten-Tag angesagt. Da bei uns alles überdacht ist waren wir vom Wetter unabhängig. Abend ging es dann auf eine Nachtaktion. Viele von den Teilnehmern waren aber mit dieser Aufgabe, geht allein einen Pfad durch den Wald, überfordert. Hochseil-Aktionen und Nachtaktion sind für eine 6. Klasse vielleicht zu viel.
Der letzte Tag verlief nach so viel Anstrengung überraschend gut. Die Kooperations- und Interaktionsaufgaben wurden hervorragend gemeistert. Leider blieb zu wenig Zeit übrig um die Kommunikation zwischen den Schülern zu fördern, denn dann wären viele Aufgaben stressfreier und effektiver gelöst worden.
Vom 20. bis zum 23. April habe ich in der Jugendherberge Hellenthal für den Transparenz e.V. ein erlebnispädagigisches Grundprogramm durchgeführt. Wie immer war es schön mit einer 6. Klasse die die Grundprinzipien des sozialen Verhaltens zu trainieren. Als Höhepunkt der Tage empfanden die Schüler das Abseilen von 12 Meter in einem alten Steinbruch. Für mich persönlich war das Highlight zu beobachten wie die Kinder innerhalb von nur 4 Tagen gelernt haben mehr Rücksicht aufeinander zuhalten. So dass sie am Ende gemeinsam versuchen konnten auf eine riesige Wippe aufzusteigen ohne dass diese links oder rechts den Boden berührte. Leider waren aber auch diesmal einige Kinder sehr beratungsresistent und so war die Gruppe leider nicht in der Lage komplett auf der Wippe zu stehen.